TransFer

ESF-Projekt zur Verzahnung des Lernens in Schule und Betrieb

Am 01.01.2008 ist das ESF-Projekt TransFer gestartet mit einer Laufzeit von 2 Jahren. Projektträger von „TransFer“ ist das Berufsbildungswerk Hamburg (bbw). Gemeinsam mit der Staatlichen Berufschule Eidelstedt (G12) kooperiert das bbw in diesem Projekt mit sechs Hamburger Haupt-/Real- und Gesamtschulen: der Ganztagsschule am Altonaer Volkspark, der Ganztagsschule Veermoor, der Schule Langbargheide und den Gesamtschulen Eidelstedt, Ida-Ehre und Niendorf. Kooperationspartner ist ebenfalls die Hamburger Arbeitsassistenz.

Projektziel des Projektes ist es, durch eine enge Verzahnung des Lernens in Schule und Betrieb den SchülerInnen den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu erleichtern und sie zielsicherer und erfolgreicher in Ausbildung und Arbeit zu integrieren. Dazu werden Wochenplanung und Lernstrukturen in den beteiligten 9. Klassen der Haupt- und Realschulen und in den 10. Klassen der drei beteiligten Gesamtschulen grundlegend verändert: Gelernt wird parallel in Schule (3 Tage in der Woche) und Betrieb (2 Tage in der Woche). Die betrieblichen Erfahrungen geben die Lernanstöße und stehen als Lernfelder zur Verfügung, die Erfahrungen werden in der Schule ausgetauscht, ergänzt und vertieft, schulische Lerninhalte werden in die betriebliche Praxis übertragen und dort erprobt.

In TransFer werden die Erfahrungen und Erkenntnisse im Prozess dokumentiert und gesichert mit dem Ziel, einen Leitfaden zu entwickeln, der für die in Hamburg neu zu konzipierenden Stadtteilschulen hilfreiche Hinweise gibt für die Umgestaltung schulischer Strukturen unter der Maxime der Individualisierung des Lernens und der Dualisierung der Lernorte.

Projektstruktur

Die Lehrerinnen und Lehrer der Klassen aus den sechs beteiligten Hamburger Haupt-/Real- und Gesamtschulen werden von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des bbw und der G 12 begleitet. Die Projektstruktur und die Rahmenbedingungen für die Durchführung des Projektes werden gemeinsam mit den Schulleitungen und den Stufenkoordinatoren entwickelt, erprobt und ausgewertet.

Anknüpfen an das ESF-Projekt kompass

Bei der Durchführung profitieren die Projektmitarbeiter/-innen von dem dreijährigen Vorgängerprojekt kompass. Die dort gemeinsam mit drei Hamburger Förderschulen erarbeiteten Ergebnisse und Erfahrungen können auf die neue Zielgruppe in TransFer übertragen und weiter entwickelt werden. kompass hat gezeigt, dass die jungen Menschen durch den engen Kontakt mit der beruflichen Praxis und die anderen Lernstrukturen zu besseren Lernergebnissen motiviert werden. Sie werden durch die gleichzeitige betriebliche Sozialisation zu einer fundierteren Entscheidung über ihren weiteren beruflichen Werdegang befähigt.

Auftrag der Hamburger Arbeitsassistenz im Projekt „Transfer“

Die HAA ist mit einem sehr geringen Stellenanteil im Projekt „TransFer“ beteiligt mit dem Auftrag einer prozessbegleitenden fachlichen Beratung. Die HAA kann hier ihre langjährige Erfahrung in der beruflichen Integration und der Gestaltung von beruflichen Orientierungs- und Qualifizierungsprozessen einbringen. Darüber hinaus kommen insbesondere die konkreten Erkenntnisse aus dem Projekt „bEO – berufliche Erfahrung und Orientierung“ und die in diesem Projekt entwickelten umfangreichen Methoden und Materialien zum tragen. Da in den TranFer-Klassen der Gesamtschulen auch IntegrationsschülerInnen vertreten sind, kann die HAA hier spezielle für diese SchülerInnen relevante Erfahrungen einbringen im Hinblick auf geeignete Arbeitsbereiche für die betrieblichen Lerntage, mögliche Anschlussperspektiven und Fördermöglichkeiten.